Nach einem guten Frühstück in unserer Pension hat uns der nette Chef, der alles dafür tut, seinen Tipp-Status im Reiseführer zu behalten, zu allen Busunternehmen gefahren, Zeiten und Preise geklärt, bis wir im nächsten und billigsten Bus nach Ica saßen.
Von Ica aus sind wir mit einem Taxi, das auch noch der Pensionschef aus Nazca bestellt hat, nach Huacachina gefahren. Der Ort ist eine winzige Oase in der Nähe von Ica, die komplett von hohen Sanddünen umgeben ist. Früher war es ein luxuriöser Badeort. Heute gammeln die alten Gebäude vor sich hin und zeugen von einer vergangenen Pracht. Die Lagune ist ziemlich geschrumpft und lädt nicht mehr zum Baden ein, ist aber ein netter Bötchensee geworden.
Wir sind im günstigen und ruhigen Hotel Salvaterra abgestiegen. Die Zimmer sind zwar etwas baufällig, aber geräumig und sauber. Bei fast unerträglicher Hitze kommen wir endlich etwas zur Ruhe und hängen nur faul am Pool. Wie ist das Wetter in Köln? :)

Sandboarding
06/01/2009
Sandboarding
Um das Faulenzen am Pool in den Dünen zu würzen, haben wir einen Bugy-Ausflug gemacht. Da wir bisher nur die Dünen um uns herum von unten sehen konnten, war das die erste Gelegenheit, das ganze Ausmaß der Landschaft zu bewundern. In einem seltsamen Dünen-Bugy, der nur aus Motor, Reifen und Sitzen bestand, ging es achterbahnähnlich durch die Dünen.
Bei den erholsamen Stopps konnten wir sehen, dass unsere Oase am Rand einer Mini-Wüste liegt. Hinter vielen Sandbergen, die im nachmittäglichen Licht schön beschattet wurden, prangt der knallgrüne Streifen der Ica-Region, Perus wichtigstes Weinanbaugebiet. Dahinter wieder erheben sich die kahlen Berge, durch die wir schon vor ein paar Tagen gekommen sind.
Nachdem wir uns noch mehr haben durchschütteln lassen und scheinbar senkrechte Duenen heruntergerast sind, wurden die Bretter ausgepackt. Die Sandboards sind aus snowboardaehnlichen Holzbrettern mit Klettschnallen gebastelt. Mit zerbrochenen Kerzen gewachst, kann man damit die Duenen herunter schießen.
An mehreren Stellen konnten wir immer längere und steilere Dünen herunterheizen. So einfach, wie es bei den Snowboardfahrern aussah, war es aber nicht. Nach ein paar Überschlägen waren wir komplett geteert und versandet. Aber den Spaß war es wert!
