Unseren letzen Abend in Puno haben wir uns mit Köstlichkeiten im Restaurant Mosja direkt an der Plaza de Armas versüßt. Die Pizzen werden zwar in Zeitlupe hergestellt, sind dafür aber köstlich. Nach einer un erholsamen Nacht sind wir mit einem sogenannten Luxusbus nach Cusco gestartet.
Aber auch hier galt, der Weg ist das Ziel. Denn die Fahrt war mit einigen Zwischenstopps bei vermeintlichen und echten Sehenswürdigkeiten gespickt. Anfangs hat sich die Landschaft enttäuschend lange nicht geändert. Ein Halt bei der gruseligsten Kirche Perus, die keine Fenster dafür aber Tunnelcharme zu bieten hatte, konnte uns nicht trösten. Doch nachdem wir einen Pass überquert hatten, wurde auch die Landschaft anders. Alles ist etwas grüner, und auch Bäume wagen es, sich unter die niedere Vegetation zu mischen. Kurz vor Cusco konnten wir im Örtchen Andahuaylillas als Pendant zum Anfang eine der schönsten Kirchen Perus besichtigen. Jeder Zentimeter, der nicht schon von einem Fresko belegt wird, wurde von den Jesuiten vergoldet.
Die Ausläufer von Cusco sind zwar wenig sehenswert, doch das Zentrum hat wirklich Charme. Leider hat ein fieser Regen unsere Ankunft und Hotelsuche etwas verdorben. Doch unser Zimmer im Sueño del Inka hat einen fantastischen Blick über die Stadt.

27/12/2008
Nachdem wir mal wieder richtig ausschlafen konnten, haben wir Streifzüge durch Cusco unternommen. Der Stadtkern zeigt eindrucksvoll, wie viel Charme auch noch der älteste Dachziegel im Gegensatz zum Wellblech versprüht. Hier ist noch jede Menge kolonialer Architektur übrig geblieben. Von der großen Plaza de Armas aus, führen in alle Richtungen kleine, gepflasterte Gässchen, die meistens nach ein paar Metern schon in der nächsten Plaza münden.
Für die Inkas war der Ort der Nabel der Welt. Daher haben sie an jeder Ecke einen Tempel gebaut. Als die Spanier die Region erobert hatten und den Drang nach einem Kulturwechsel verspürten, haben sie einfach auf jeden Tempel eine Kirche gesetzt. Deshalb gibt es hier so viele Kirchen. Während der spanische Oberbau bei jedem Erdbeben zerstört wurde, sind die Fundamente der Inkas bombenfest stehen geblieben. Der Grund dafür liegt in der “Kunst der Fugenlosigkeit”, mit der die Inkas auch die dicksten Steine so passgenau gestapelt haben, dass sie immer noch stehen. Überall sieht man daher noch die alten Inka-Mauern unter Häusern und Kirchen.
