Puerto Escondido ist ein beliebter Strandort südlich von Oaxaca an der Pazifikküste. So beliebt, dass erst vor kurzem eine ganz neue Straße dorthin gebaut wurde. Dadurch kommt man in unter drei Stunden ans Meer. Über die alte Straße waren es wohl eher sieben Stunden. Den Zeitgewinn lässt man sich allerdings fürstlich bezahlen. Die Maut für eine Strecke beträgt unglaubliche 25 Euro. Bei dem Preis haben wir uns gewundert, dass überhaupt noch andere Autos auf der Strecke fuhren. Anscheinend war man beim Bau aber etwas zu schnell. Denn die neue Straße versank an einigen Stellen schon wieder unter erodierten Hängen.
Dadurch konnten wir noch den Nachmittag am Meer verbringen. Unser Hotel lag in Punta Zicatela am Südende des kilometerlangen Strands. Die eigentliche Stadt war am anderen Ende der Bucht. Das Meer war herrlich zum Baden, warm aber mit starken Wellen. Zu anderen Jahreszeiten, wenn Surf-Saison ist, müssen die Wellen wohl richtig groß werden. Richtig charmant war der Ort aber nicht, das Hinterland war voller Baustellen (oder Bauruinen) und überall waren kleine Lokale, die die ganze Gegend beschallen wollten.
Am späten Nachmittag hat sich der breite Strand immer mehr gefüllt, denn niemand wollte den Sonnenuntergang verpassen. Und der war wirklich filmreif. Kein Wölkchen, kein Dunst trübte die Sicht und wir konnten verfolgen, wie die Sonne dick und birnenförmig genau gegenüber im Pazifik versank. Das war schon toll. Danach hat sich die Hauptstraße von Punta aber schnell in eine schwer erträgliche, kleine Khao San Road verwandelt. Wir wohnten gerade weit genug davon weg, um noch ruhig schlafen zu können.
Obwohl der Ort abends zur Party Zone mutierte, konnte wir es tagsüber am Strand gut aushalten. Der war so groß, dass wir auch am nächsten Tag ein ruhiges Plätzchen fanden und die Hitze und das herrliche Meer genießen konnten. Abends haben wir Alis Geburtstag im hübschen Atarraya gefeiert.