Mauritius 2023

23/12/2023 bis 30/12/2023

31/12/2023

Silvester

Der letzte Tag hat mit kräftigen Regengüssen versucht, uns den Abschied leicht zu machen. Wir sind wieder zum Anse La Raie gefahren, in der Hoffnung, dass es sich in der Zwischenzeit abregnen würde. Der bewölkte Himmel hat geholfen, das Kurz-vor-Sonnebrand-Stadium beizubehalten. Zwischendurch hat es wieder geregnet. Mit Schirm in der Hängematte war mal eine interessante Kombination.

Wir hatten schon Angst vor dem Abend. Denn das Hotel hatte eine Silvesterparty mit DJ Marc organisiert. Wir haben uns für das traditionell überteuerte Dinner angemeldet, da wir schon um 5 Uhr zum Flughafen fahren mussten. Als wir am späten Nachmittag nach Hause kamen, war die Party-Technik schon aufgebaut. DJ Marc hat mit großen Boxen unter unserem Fenster Position bezogen. Beim Duschen und Packen haben die Wände gewackelt.

Das Abendessen war nett. Es gab ein, zwei Gläser Champagner, leckeres Essen und währenddessen hat DJ Marc, ein Freund des Hauses, Gnade vor Recht ergehen lassen und die Musik ein bisschen gedrosselt. Im Hotel waren einige mit den Besitzern befreundete Familien. Wir hatten schon Sorge, dass wir da in eine Privatfeier geraten würden. Die Besitzer waren sehr früh sehr betrunken. Und als DJ Marc nach dem Hauptgang dann Dr. Alban aufgelegt hat, gab es kein halten mehr. Der Dancefloor hat sich schnell gefüllt und erstaunlicherweise haben die ältesten Gäste den Anfang gemacht.

Nach ein paar Schnäpsen aufs Haus haben sich alle locker gemacht und es war eine sehr witzige Party. Der Chef war komplett nass geschwitzt obwohl es gar nicht soo heiß war. Aber wer weiß was noch im Spiel war. Um Mitternacht sind alle auf die Straße gerannt, die komplett vollgeparkt war. Autos standen sich in der einspurigen Gasse in beiden Richtungen entgegen (wie geht das?). Aber die Fahrer sind einfach alle ausgestiegen, um sich an unserem Picknick Point das Feuerwerk über der Bucht anzusehen. Das war schön. Auch schön war, dass auf unserer Seite niemand geböllert und geschossen hat – das haben die von jenseits der Bucht übernommen.

Nach ein paar kreolischen Hits von DJ Marc haben wir einen polnischen Abgang in unser frittiertes Zimmer über der Box gemacht. Mit dicken Ohrenstöpseln blieb dann nur noch der Bass im Bauch. Aber wir waren müde genüg, um ein paar Stunden zu schlafen. Die Party ging aber auch nicht mehr allzu lang.

Morgens um 4 Uhr war wieder alles ruhig. Wir haben unsere Sachen gepackt und sind durch das verlassene Land der Kreisverkehre zum Flughafen gefahren. Bei unserer Ankunft ging auch schon die Sonne auf.