30/12/2023
Port Louis
Wir haben es uns noch einen halben Tag am schönen Anse La Raie Beach gemütlich gemacht. Wir waren zu faul für jegliche Art von Wassersport. Stattdessen haben wir unsere Hängematte zwischen den Bäumen aufgespannt. Das hätten wir früher anfangen sollen!
Am Nachmittag haben wir einen Abstecher nach Port Louis gemacht. Über die Kreisverkehr-Halbautobahn sind wir in die Hauptstadt gefahren, die fast schon großstädtisch wirkte, mit ihrem dreckigen Industriegürtel, verwirrenden Hochtrassen, der verbauten Uferstraße und natürlich dem jüngsten Stolz der Nation: Der Linie 1! Die Straßenbahn macht aus der Uferautobahn eine unpassierbare Barriere, aber sie ist topmodern und soll das Verkehrsproblem der Zentralregion lösen.

Wir sind zu Fuß in die Stadt gelaufen. Die Straßen waren vermüllt und verstopft. Überall war viel los. Der Markt war leider schon am Abbau. Aber es war noch genug Gewusel in den Hallen, das man sich einen Eindruck von seiner Geschäftigkeit machen konnte.

Das in der Nähe gelegene Chinatown hingegen war vollkommen ausgestorben. Wir haben ein paar interessante Graffiti und Murals und die schöne Moschee angeguckt. Aber alles war geschlossen und niemand auf der Straße unterwegs.

Mit etwas Mühe haben wir es zur Waterfront geschafft - eine Art Shopping- und Freizeitbereich. Die Uferautobahn trennt den künstlichen aber etwas frischeren Teil vom Rest der Stadt. Die Ecke hat uns ein bisschen an Kapstadts Waterfront in Südafrika erinnert. Dort war alles etwas größer und schöner, aber das Setting war ähnlich – und wir konnten ähnlich wenig damit anfangen. Zum Glück sind wir in ein indisches Restaurant gestolpert und haben sehr lecker gegessen.
