27/12/2023
Pampelmousses
Kaum vom Berg herunter sind wir in unser gepacktes Auto gesprungen und nach Norden in Richtung unserer nächsten Unterkunft gefahren. Die Mitte der Insel ist ziemlich stark von Straßen durchzogen. Das Navi hat uns kreuz und quer durch eine endlose Kette von Kreisverkehren geschickt. Die Mauritier haben etwas ziemlich nerviges erfunden: Die Halbautobahnen (M1 und M2) werden alle 1-2 km von einem Kreisverkehr gebremst, obwohl man offiziell 110km/h fahren darf. Dadurch ist das ein dauerndes Bremsen und Gasgeben. Das schlimmste ist aber, dass das für das Navi eine Ansage Wert ist und man wirklich ununterbrochen hört, dass man in einen Kreisverkehr ein- oder ausfahren soll. Auf der ganzen Strecke lauerten bizarr geformte Bergrücken im Hintergrund.

Irgendwo im zentralen, dichtbesiedelten Tal liegt das hübsche Restaurant Escale Creole in einem tropischen Garten. Man könnte auch irgendwo in Südamerika sein. Die charmante Wirtin betreibt den Laden seit Jahrzehnten zusammen mit ihrer Mutter, die authentische kreolische Hausmannskost für die Gäste kocht. Wir haben einen ganzen Tisch voller Töpfchen bekommen und erstaunlich deftige Fisch- und Fleischgerichte mit leckeren Chutneys gegessen.

Auf dem weiteren nach Norden haben wir im bekannten Botanischen Garten von Pampelmouse Halt gemacht, dem Zungenbrecher Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden. Der Gartenen wirkte ein wenig angestaubt und abseits der Hauptwege etwas verlassen. Aber es gab tolle Lotus- und Seerosenteiche und einige prächtige, hohe Bäume und Palmen. Flughunde fielen mit der gleichen Begeisterung über die Palmfrüchte her wie die Mosquitos über uns.

