Angola 2026

05/09/2026 bis 26/09/2026

14/09/2026

Lubango

Der Flug von Luanda nach Lubango hat nicht lang gedauert. Unser Gepäck war an Bord, und nach einer Weile kam auch der Fahrer vom Hotel, um uns abzuholen. So weit so gut.

Im Dunkeln sah die Stadt sehr groß aus. Lichter zogen sich weit über Hügel. Die Stadt wirkte sehr viel sauberer und entspannter als Luanda. Wir waren echt überrascht, dass es so gut wie keinen Müll am Straßenrand gab. Und im Stadtkern gab es ein paar Straßen, die fast hübsch aussahen.

Das Pululukwa Resort hat ein tolles Gelände mit einem privaten Dschungel und Zoo. Das Hauptgebäude ist eine elegante Konstruktion aus Holz und Naturstein auf Stelzen. Weil es schon spät war, haben wir direkt zu Abend gegessen. Das Restaurant war sehr schön gestaltet. Die Anlage ist so groß, dass wir im Auto zu unserem Bungalow gefahren wurden. Die runde Hütte war geräumig und sehr schön eingerichtet, ein bisschen Safari-Style aus alten Filmen.

15/09/2026

Nach dem Frühstück sind wir direkt mit einem Heetch-Taxi in die Stadt zu Europcar gefahren. Auf dem kleinen Hof war schon beim Betreten kein Pickup zu sehen, wie wir ihn gemietet hatten. Es hat sich auch sehr schnell herausgestellt, dass sie keinen hatten. Sie wollten uns zuerst einen SUV andrehen, der aber kein Allrad hatte, dann noch einen kleinen Jimny – aber das wollten wir auch nicht. Einer der Mitarbeiter hat eine Weile mit Europcar gesprochen und dann bestätigt, dass wir ein Upgrade auf einen Toyota Prado bekämen. Das war super, denn das ist ein richtig großer Geländewagen.

Allerdings hat es dann eine Ewigkeit gedauert, bis der Knilch in seinem System unsere Daten eingegeben oder was auch immer gemacht hatte. Wir haben stundenlang da gewartet. Als dann alles klar schien, hieß es, wir müssten noch eine teure Versicherung extra bezahlen, weil wir „außerhalb der Stadt“ fahren wollten. Wir haben abgelehnt, der Knilch seinen Chef angerufen und der hat gesagt, dass es ohne nicht ginge. Das ging dann immer wieder so weiter. Irgendwann haben sie uns auch ohne weitere Versicherung haben ziehen lassen.

In der Zwischenzeit hatten wir uns oberflächlich das Auto erklären lassen. So richtig wussten sie mit den 4x4-Modi auch nicht Bescheid. Aber wir haben ihnen noch einen kleinen Kompressor und einen Benzinkanister abgeschwatzt. Den Kompresser kann man an die Autobatterie anschließen und damit die Reifen aufpumpen. Ohne wollten wir nicht ins Gelände. Zuerst dachten wir, das kleine Ding sei kaputt, weil es so gut wie keine Luft in die Reifen bekam. Das lag aber daran, dass die Reifen absurd hart aufgepumpt waren. Wir haben erstmal ordentlich Luft abgelassen.

Die ganze Prozedur hat an die vier Stunden gedauert, was vermutlich ein trauriger Weltrekord für eine Mietwagenabholung ist. Der Benzinkanister war auch keine so schlaue Idee. Der hatte den Innenraum des Autos innerhalb kürzester Zeit verpestet, und der Tank vom Prado ist derart groß, dass wir den ohnehin nicht brauchten. Aber wer glaubt schon jemandem, der einem eine Versicherung andrehen will?

Mit dem dicken Auto sind wir durch Lubango getuckert und haben ein bisschen Kreisverkehre geübt. Der Verkehr war ziemlich entspannt. Zu erst sind wir zu einem riesigen Supermarkt gefahren, um uns auszustatten. Der Großeinkauf bestand aus Wasser und ein paar Keksen.

Auf der Südseite der Stadt gibt es ein kleines Hochplateau. Dort sind wir hingefahren, um die Christus-Statue zu bewundern, die hier in den 50er Jahren in Anlehnung an die in Lissabon gebaut wurde. Von dort aus hatten wir einen guten Blick über die Stadt, die (Blick nach Norden) wie ein Stadtplan unter uns lag. Der Viewpoint liegt auf über 2000 Metern, was uns daran erinnerte, dass Lubango selber schon sehr hoch liegt. Trotz der Höhenlage, war es herrlich warm.

Von dort aus sind wir nach Norden aus der Stadt heraus gefahren. Es dauerte nicht lange, und wir kamen in eine kaum bewohnte Bergregion. Auf den umliegenden Hängen hatten einige Büsche eine Herbstsimulation gestartet und leuchteten rot und orange in der Nachmittagssonne.

Die Straße endet am berühmten Tundavala Gap. Eigentlich endet sie am Ende des Hochplateaus, denn das endet ziemlich abrupt in einer senkrechten Wand: Eine (ziemlich große) Etage tiefer geht das Land mit grün bewachsenen, sanften Hügeln weiter. Der Gap ist ein senkrechter Einschnitt, der einen besonders spektakulären Blick auf die Klippen und die weite Landschaft dahinter bietet.

Etwas versöhnt mit dem nervigen Tag sind wir zurück nach Lubango gefahren und haben uns noch ein bisschen in dem großen Gelände vom Resort herumgetrieben. Nach dem Abendessen sind wir zufällig auf eine Gruppe Zebras gestoßen, die sich in der Nähe des Haupthauses herumgedrückten.