Angola 2026

05/09/2026 bis 26/09/2026

19/09/2026

Flamingo Lodge

Wir sind für zwei Nächte in die Flamingo Lodge gezogen. Die liegt komplett abgeschieden am Meer und es gibt keine Straße dorthin. Wir mussten durch ein ausgetrocknetes Flussbett fahren und am Ende durch tiefen Sand am Strand entlang. Offline Maps und eine Handvoll Schilder hielten uns auf der Strecke. Durch das Wüsten-Training am Vortag war das insgesamt mehr Vergnügen als Schrecken. Im Tal haben wir noch mehr große Welwitschien gesehen.

In der Lodge war zuerst kein Mensch zu sehen. Aber die Sonne schien endlich mal und wir haben gemütlich auf der Terrasse gewartet. Nach einer Weile kam jemand und hat uns in einen der einfachen Bungalow gebracht. Andere Gäste waren nicht da. Strom wurde mit einem Generator gemacht, deshalb gab es Licht und warmes Wasser. Insgesamt ist der Ort sehr rustikal. Drei mal am Tag wurde für uns gekocht.

Nach den aufregenden Tagen haben wir es uns einfach am Strand gemütlich gemacht. Obwohl es nur um die 20°C war, hatte die Sonne viel Kraft. Die Temperaturen werden hier eher von der kalten Luft bestimmt, die vom Meer kommt. Abends haben wir das erste Mal gefroren und alles angezogen, was wir dabei hatten.

20/09/2026

Am Vormittag haben wir eine kleine Wanderung zum (verlassenen) Leuchtturm gemacht, der gut sichtbar auf einem höheren Plateau stand. Der Wanderweg ging durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Obwohl es weit aussah, waren wir bald am Fuß des Hügels. Die Flanken waren ausgewaschene, erodierte Schutthalden. Hyänen patrouillieren dort und haben gut sichtbare Trampelpfade hinterlassen. (Natürlich haben wir keine gesehen). Vom Leuchtturm aus hat man einen tollen Blick über die leere Landschaft und das Meer. Wir konnten die Flamingo Lodge beruhigend in der Ferne sehen.

Es gibt einen weiteren äußerst lohnenswerten Ausflug von der Flamingo Lodge aus. Mit dem Auto folgt man einer Piste zum Flamingo Canyon – und der ist wirklich spektakulär und macht seinem Namen alle Ehre. Wir sind genau richtig am späten Nachmittag gekommen, wenn die Abendsonne von Westen in den Canyon strahlt und die orange und rosa Gesteinsschichten aufleuchten lässt. Die Zeit hat bizarre Formationen aus dem weichen Stein gefressen. Dieser Wadi war mindestens so toll wie die Colina Canyons, aber wird offenbar nicht genügend angepriesen.